Day 25 - Sgurr na Stri and the Bad Steps (24. Juni)

Was für ein Tag. Einfach nur phantastisch. Ich bin zwar fertig, hab diverse Kratzer und blaue Flecken, aber das war es wert.
Frühstück gabs zwangsweise im Bett, weil meine Begleitung und ich auf Early Bird gebucht waren und wo sollte man sonst sitzen? Tablett auf dem Nachtisch abgestellt, CocoPops und Marmeladenbrötchen verspeist und los nach Elgol.

Die Patricia Anne lag auf einem Hänger, mit der würden wir heute schonmal nicht fahren. Grund war das die neuen Motoren nach 20 Stunden einer Inspektion unterzogen werden müssen. Nur macht das kein Mechaniker, das machen die Skipper selbst.

Es war aber auch die Zeit des Tages, zu der die Kühe zur Jetty kommen. Eine Kuh ist ganz dreist, die geht wirklich auf die Jetty bzw. diesmal zu dem kleinen Sandstrand wo der Bootsanhänger stand. Alex konnte wenigstens den Rest der Herde davon abhalten. Aber die graue Kuh Betty ist berühmt berüchtigt für ihre Ausflüge zur Jetty und untersuchte auch noch schön den Werkzeugkasten.

Ich kannte mittlerweile den Umgang mit den Schwimmwesten und legte auch Gero die Seinige an. Boot war mit 10 Passagieren nicht ganz voll. Ausser uns war noch ein Päarchen da, was auch auf den Sgurr na Stri wollte und eine Gruppe von 6 Wanderern, allerdings ohne Guide, die über die Cuillin Ridge wollten.

Noch war es ein ganz wenig trübe, aber es gab kaum Wind. Es wurde eine ruhige und schnelle Überfahrt, wenn auch sehr frisch um die Ohren. Angekommen die Schwimmwesten abgelegt, meinen Rucksack geschultert und flotten Schrittes los Richtung Stepping Stones. Gero war jetzt schon fasziniert von den Cuillins. Er war heute ohne Rucksack unterwegs, der wartete in meinem Auto auf unsere Rückkehr.

Seit Mittwoch gabs kaum Nachschub an Regen, die Stepping Stones waren jetzt noch einfacher zu bewältigen. Auch der Matsch Richtung der Fälle von Allt a' Choire Riabhaich hielt sich in Grenzen. Nochmal schnell bei meiner Dose vorbei und dann in den Felsen die Fälle hoch zum Loch a' Choire Riabhaich. Bei diesem Aufstieg holte ich mir die erste Blessur des Tages als ich ziemlich hart mit dem Knie gegen einen Felsen schlug. Nicht gestürzt, sondern einfach den Bewegungsraum unterschätzt den ich beim Klettern einnahm.

Wir waren vor dem Päarchen bei der ersten Zwischenstation, dem oberen Loch, machten aber einen Fotostopp bis wir den Pfad zum Sgurr na Stri einschlugen und dadurch überholt wurden.

Der Pfad war zwar anfangs nicht so steil wie die Fälle, aber Klettern in den Felsen finde ich weniger anstrengend als mich einen Hang hochzuarbeiten. Das hatte ich auch schon am Lawers Ridge festgestellt. Gero übernahm dann auch meinen Rucksack, der seine war ja in meinem Auto, er trug Verpflegung und Fotoapparat in seiner Cargohose.
Nach 3,5 Wochen Highlands waren meine Beine einfach müde. Aber das Atmen fiel etwas leichter ohne die beiden Gurte um Brust und Bauch. Der Pfad folgt fast die ganze Zeit einem kleinen Bach, man kann aber im unteren Teil nen kleinen Bogen zu einm Felsen machen und die Aussicht geniessen. Was wir natürlich auch getan haben. Und weiter gings bergauf. Ein Blick auf das GPS um eine grobe Richtung zu bekommen und feststellen das wir einfach weiter stur gradeaus laufen müssen, immer schön den Berg hoch.


Bei einer kurzen Verschnaufpause auf einer Miniebene schauten wir zurück und waren über den Anblick verblüfft. Abgesehen von dem grandiosen Wetter und den Cuillins um uns rum, konnten wir auch den Old Man of Storr erkennen. Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Wie sollte erst die Aussicht sein, wenn wir oben sind? Es hangen keine Wolken mehr in der Cuillin Ridge und die Sonne schien. Tolles Wanderwetter, da der leichte Wind etwas kühl war.
Bei nur noch wenigen fehlenden Höhenmetern hatten wir den Pfad plötzlich aus den Augen verloren, auch das Päarchen war nicht mehr zu sehen. Mmh, was nun. Wir versuchten es ein paar Meter weiter grade aus, aber das wäre schweres Scrambling geworden und es ging steil und tief runter, wenn ein Schritt daneben geht. Also erst nochmal etwas weiter nach unten und eine andere Route suchen. Aber der Ausblick auf Camanusary war toll und zum Bla Bheinn. Gero, der vor mir ging, macht plötzlich auf sich aufmerksam, aber gleichzeitig die Bewegung das ich ganz still sein und zu ihm kommen soll. Er wies hangaufwärts und fummelte seine Kamera heraus.


Da standen 3 Rehe oder Hirsche, was solls, 3 deers nur wenige Meter von uns weg. Ein Tier beobachtete und die anderen beiden, ein Weibchen und sein diesjähriges Junges grasten weiter. Als ob nicht 8m entfernt zwei Wanderer stehen würden.
Das hier war nicht Rum, wo die Population geschützt ist. Trotzdem rannten die Tiere nicht weg. Auch als wir weiter liefen und die Steine unter unseren Füssen knirschten und zum Teil wegrutschten, blieben sie da und frasen weiter.
Wenig später wünschten wir uns auch Deers zu sein. Der Sgurr na Stri hat zwei Summits. Der niedrigere (um 1m) war gradeaus den kleinen Canyon hoch den wir entlangkletterten. Für den echten Summit mussten wir aber rechts hoch. Ich stieg vor und liess Gero erstmal warten, da das Gestein teilweise nachgab und ich ihm keinen Stein an den Kopf hauen wollten. Nach diesem Part hat er mich überholt und wieder die Führung übernommen. Es war wieder ein typisches Vorgipfelerlebnis. Das was man von unten sieht ist noch lange nicht der Gipfel, da kommen immer noch ein paar Stufen.


Aber dann blieb Gero einige Meter über mir stehen. Und? Bist du oben? Noch nicht ganz, aber .... Bei der Pause die folgte, bekommt man Flügel und überwindet die letzten Meter mit leichten Beinen.
Die Pause in den Worten war angebracht. Der Anblick war unbeschreiblich. Die Cuillins, Rum, Canna, Eigg, Muck, Loch Scavaig. Dabei waren wir noch nicht ganz oben. Bis zum Cairn waren es noch 30m, aber erstmal zur Kante Richtung Scavaig. 490m über dem Meeresspiegel und ich schaute ohne Angst nach unten. Die Farbe des Wassers war karibisch. Die Bella Jane nahm grade Kurs auf Elgol während die Misty Isle ihren Passagieren die Bad Steps zeigte.
Und ich konnte Gero, die Small Isles zeigen, sogar Mull und Coll. Wir konnten den Regen sehen, der am Old Man of Storr fiel. Und ich wurde drauf aufmerksam gemacht, das der seltsame Pin, der mir am Mittwoch ins Auge gefallen ist, the Inaccessible Pin ist. Jetzt sah man den Kontrast zu dem Fels dahinter. Ja, jetzt versteh ich den Namen. Sehr beeindruckend. Und ich weiss, das die Wahrscheinlichkeit, das ich da jemals hochgehe, sehr gering ist. Das "nie" hab ich mir hier allerdings abgewöhnt.


Wir machten eine lange Pause, genossen das Panorama und die Sonne. Und gaben eine Bestellung auf, unsere Wasservorräte gingen zu Neige. Es war warm, der Aufstieg anstrengend und wir wollten ja noch nach Elgol laufen. Das andere Päarchen, auf welchen Wege es auch immer zum Gipfel gekommen ist, wollte mit der Bella Jane kurz vor 3 wieder zurück. Ich wusste, das dort Getränke und auch Snacks an Bord sind. Also schnell einen kleinen Brief geschrieben, Geld mitgegeben und darum gebeten die Sachen einfach am Steg zu hinterlegen.
Wir wollten erst noch zu dem anderen Summit. Denn dieser versperrte uns die Sicht auf Camasunary und den Bla Bheinn. Also nochmal in den kleinen Canyon und auf der anderen Seite wieder hoch. War zwar wieder eine elende Kraxelei, weil die Steine teilweise wegrutschten. Aber es lohnte sich. Und wie. Erstmal setzen, Schottland haut einen echt aus den Latschen.

Irgendwann mussten wir dann doch wieder den Weg nach unten antreten, zumal da ja hoffentlich unsere Bestellung auf uns wartet.
Obwohl wir uns einige Zeit auf den Summits gegeben hatten waren die Deers immer noch da, wo wir sie gesehen hatten. Und erstaunlicherweise waren die Überbringer unserer Bestellung die ganze Zeit in Sichtweite. Dabei hatten diese den höheren Summit verlassen noch bevor wir zu dem zweiten aufbrachen. Sollten sie noch eine Fotopause auf den Weg nach unten eingelegt haben, dann kann man das nur zu gut verstehen.

War schon schwierig auf die Schritte zu achten, wenn man dieses Panorama vor sich hat. Aber unfallfrei wurde der obere Loch erreicht und wieder nutzten wir die Möglichkeit die Felsen runterzuklettern in Wassernähe. Und wieder schätze ich einen Abstand falsch ein und knallte mit dem Schienbein gegen eine Felsenkante. Das tat jetzt aber richtig weh.

Ich absolvierte die Strecke bis zum Landungssteg ausnahmsweise dann ohne Ausrutscher im Matsch, trotz reichlich Gelegenheit. Wir waren da, unsere Bestellungsüberbringer, aber keine Bella Jane. Zeit um sich zu sonnen und den Seehunden zuzuschauen. Mein Geld hatte ich schon wieder bekommen. Als die Bella Jane dann endlich eintraf, liess ich erstmal alle Passagiere vor und kam dann an Bord. Robbie, the Skipper, führte die Passagierliste und guggte etwas erstaunt, meinte aber er hätte Getränke und auch Snacks da. Robbie, the Crewman hatte da schon meinen Brief erhalten und grinste vor sich hin. Leider war der Vorrat der Bella Jane arg zur Neige gegangen und wir mussten zur Alternative greifen bei den Getränken, bei den Süsswaren sah es noch arger aus. Nur noch ein Snickers war da. Gut, ich hatte unterwegs mein Brötchen und der Brausenachschub reichte mir, den Snickers konnte Gero haben.

Die Kür war mit dem Sgurr na Stri absolviert, jetzt kam die Pflicht: der lange Weg zurück nach Elgol. Das hiess die Notorious Bad Steps zu absolvieren. Egal was Gavin am Mittwoch erzählte, ich habe mir den Felsen angesehen und war da schon ziemlich sicher, das das ne verdammt blöde Idee war. Aber einen Rückzieher gabs jetzt nicht mehr, weder für Gero noch für mich, auch wenn die Bella Jane noch einmal zum Loch Coruisk zurückkommen würde.

Wir wählten den Weg am Wasser. Das ging nur, weil grade Ebbe war. Bedeutete aber über rutschige Steine zu balancieren und an der Felswand Halt zu suchen. Über ein paar kantige Felsbrocken rüber, an Bäumen vorbei und dann standen wir vor dem Felsen der bis zum Wasser reichte. Ein kleiner Pfad führte am Rande hoch, endete aber in halber Höhe. Jetzt hiess es alles oder nichts. Die Bad Steps lagen vor uns. Gero zweifelte ob das wirklich der Fels sein kann. Weil da war nichts wo man laufen konnte. Ich war mir sicher und er hatte von Robbie noch gesagt bekommen, das die Steps 3-4m über dem Wasser liegen. Es konnte nur da sein. Gero ging vor und nach wenigen Metern kam die Ansage, wenn er jetzt noch einen Schritt macht, dann gibt es kein Zurück. Er machte den Schritt, während ich weiter oben schaute, ob nicht vielleicht dort noch ein Grat ist. Gero war ausser Sicht hinter dem Felsen und rief dann "Ich habs, bin durch". Da stand ich also nun an einen Felsen, konnte keinen wirklichen Tritt erkennen und hatte noch einen Rucksack auf. Wie bescheuert kann man eigentlich sein?

Grossen Schritt und ich erreichte eine schmale Felskante. Links eine Felswand mit gut 60% Steigung, die Füsse hintereinander auf eine Kante, die fussbreit ist und 4m rechts unter mir, das türkise Wasser. Das war aber erst der Anfang. Es kam noch schlimmer. Erst wusste ich nicht, wieso Gero mir riet mich mit dem Gesicht zum Felsen zu drehen, das ist doch idiotisch, da haben die Füsse ja keinen Platz. Als ich aber noch einen knappen Meter in Tiptop-Schritt balanciert bin, sah ich das Problem. Die Kante wurde zu einem schmalen Grat. Keine 4cm breit, dann war zwischen der Felswand und dem Grat Luft. Um 90Grad drehen und feststellen das Gavin mit einem Recht hatte. Es gab gute Griffmöglichkeiten. Es gab auf etwa Brusthöhe einen zweiten ganz kleinen Grat wo grade so das oberste Fingerglied reinpasste um sich festzukrallen.
Ganz langsam den rechten Fuss ein Stück nach rechts, den linken nachziehen und den nächsten Schritt. Nur wohin schauen? Unter mir der schmale Grat und das Wasser, vor mir der Fels. Der Abstand zwischen Grat und Fels wurde grösser und ich konnte in der Lücke erkennen, das es da auch tief runter geht.
Und es war immer noch nicht das Schlimmste. Ich war am Ende vom Grat und musste nun um den Felsen rum. Da war ein Felsüberhang, um in diesen zu kommen, musste ich auf einen weiteren Grat. Nur habe ich etwas kürzere Beine als Gero. Ein Glück war da noch die Griffkante, aber blind mit den Fuss nach einem schmalen Grat tasten und unter sich das Wasser sehen lässt einen schon nervös werden. Aber ich habe es auch geschafft.
Abgehakt. Ich habe die Bad Steps absolviert. Und sie sind "bad". Wer darüber Witze macht, hat sie entweder noch nicht absolviert oder hat schon ordentlich Übung drin. Nur wie hat sich derjenige beim ersten Mal gefühlt? Einmal und nie wieder für mich. Also ich bin mir verdammt sicher, das ich das nicht nochmal mache. (äh, wie war das nochmal mit meinem Cache und Bootstouren im Winter?)

Die grösste Herausforderung war somit zum Glück am Anfang des Weges absolviert. Der weitere Weg war aber auch nicht einfach. Bis Camasunary zog es sich ordentlich hin. Der Weg war schmal, oft Matschpfützen und über diverse Felsen galt es zu klettern. Aber zum Glück keine zweiten Bad Steps.
Zwischendurch hatte Gero sich in der Karte verlesen, statt einmal abzukürzen, wie die Karte es vorsieht sind wir die ganze Zeit die Küstenlinie entlang. Wir beide mittlerweile in einem Stadium, wo so langsam alles egal wird. Die ganze Kletterei und die psychische Herausforderung der Bad Steps hat geschlaucht.
Irgendwann ging es dann aber endlich mit dem Rücken zu See Richtung Camasunary Bay. Nur noch über den kleinen Fluss drüber, leider ist die Hängebrücke schon seit Jahrzehnten zerstört, aber das Wasser war flach und es fanden sich Stepping Stones. Bis jetzt hatte ich ja nur blaue Flecke und Schrammen, weil ich etwas zu heftig gegen Felsen gestiegen bin. Ein Sturz in Wasser oder Schlamm war noch fällig.
Mitten im Fluss verlor ich die Haftung und landete auf den Knien und Händen im flachen Wasser. Es war nicht leider erfrischend. Das Wasser war warm. Und weh tat es auch, weil ich genau mit den Stellen am Knie anschlug, die vorher schon Bekanntschaft mit Felsen gemacht hatten.

In der Camasunary Bothy studierte ein Kurzzeitbewohner das Logbuch, ich fand sogar meinen Eintrag vom letzten Jahr sehr schnell wieder. Noch kurze Trinkpause und den Strand entland, der in der Ebbe trocken lag, wurde Kurs auf die letzten gut 5km entland des Cliffpaths nach Elgol genommen.

Von Camasunary aus kann man Elgol sehen, aufgrund der Klippen entschwindet es aber bald ausser Sicht. Zumal ein zweiter Ab- und Aufstieg sicher ist, da es noch ein kleines Tal zu durchwandern gilt. Aber erstmal dahin kommen. Der Cliffpath ist wirklich ein Path. Gut ausgetreten aber verdammt schmal und mittendrin kleines Dickicht aus Bäumen und Farn. Das alles ganz dicht an den Klippen. Die Bäume waren leider so gewachsen, das ich kleiner Mensch mir auch noch den Kopf anschlug als ich mal wieder Stufen hochkletterte. Dafür das man quasi auf einer Höhe lief, musste man ziemlich oft hoch und runter.

Elgol kam und kam nicht näher. Wurde zwischendrin angebaut? Dafür sahen wir eines der RIBs Richtung Loch Coruisk düsen.
Aber endlich erreichten wir das kleine Tal und stiefelten nochmal auf Meereshöhe runter. Das letzte Mal. Denn erst in Elgol an der Jetty würden wir wieder auf dieser Höhe sein.

Gero erlaubte hier seinen Füssen eine Pause, ich meinen nicht. Würde ich jetzt eine Pause machen, dann würde ich heute nicht mehr aufstehen und lief mir dafür einen Vorsprung heraus. Wurde aber natürlich schnell wieder eingeholt. Noch waren es 2km Luftlinie bis zur Jetty. Nur mussten wir ja der Küstenlinie folgen und hinter jeder Biegung kam die nächste in Sicht, aber nicht Elgol. Aber dann waren endlich die Felsen in Sichtweite wo wir am Abend zuvor waren und den Blick auf die Cuillins genossen und einen dort befindlichen Cache nochmal einen Besuch abgestattet hatten. Nur noch den Hügel hoch und der befestigte Pfad war erreicht und schliesslich auch die Strasse. Die 25% Steigung runter und zum Bella Jane Office.

Wir hatten die berechtigte Hoffnung auch um kurz nach halb 7 (3,5Stunden nach dem Start am Landungssteg) jemanden anzutreffen und noch etwas zu Trinken kaufen zu können. Das RIB war nämlich noch nicht zurückgekehrt. Und tatsächlich Alex war noch da, Gavin war dann wohl mit dem RIB rüber und liess Alex länger auf den Feierabend warten. Unser Glück, so kamen wir noch jeder an Getränke. Es wäre aber nicht Alex gewesen, wenn nicht noch ein Spruch gekommen wäre. Ihm kam nicht ganz in den Sinn, warum wir erst jetzt wieder zurück waren. Es war über 9Stunden her, das wir an der Landing Stage abgesetzt wurden.
Aus meinen Plänen für einen erholsamen nächsten Tag wurde nichts. Ich hatte an eine Bootsfahrt gedacht, nur Alex teilte mit, das die nächsten 3 Tage keine stattfinden wegen dem Wetter, sprich zuviel Wind. Über Alternativprogramm kann ich ja noch schlafen.

Nach gut 20km Tageswanderleistung hatten wir jetzt Riesenhunger und es musste sich noch eine neue Unterkunft für Gero finden. Ratagan wurde auserwählt, vorher noch den Inder testen und dann gings nach Shiel Bridge. Wir waren da so spät, das das für Familien reservierte Zimmer, was nicht belegt war von Gero in Beschlag genommen werden durfte. Der normale Schlafsaal war voll. So hatte jeder von uns am Ende des Tages ein weiches Bett unter einem festen Dach und eine Dusche.

Mein Abend war allerdings noch nicht zu Ende und ich bekam meine Dusche erst nach Mitternacht. Zurück in Rowan Cottage wurde ich noch in die Lounge geladen, wo Christine und Jim sassen, die beiden Host und der Sohn von Christine samt Freundin. Wurde nochmal eine geistige Herausforderung. 4 Schotten redeten miteinander, durcheinander und mit mir. Ich habe es aber Tatsache fertiggebracht den Grossteil des Gespräches zu folgen und mitzureden. Und bekam die Einladung am nächsten Abend zum Barbeque im Garten mit selbstgefangenen Fisch.

Das war ein klasse Tag. Kann man das eigentlich noch toppen?