Infos rund um den Urlaub

Warum eine Kamera nicht genug ist

Bis wenige Wochen vor dem Urlaub besass ich nur eine Kamera, eine Spiegelreflex. Eine Olympus E-520 im Double Zoom Kit. Also mit

  • ZUIKO DIGITAL ED 14-42mm 1:3.5-5.6  (Objektiv für alle Fälle)
  • ZUIKO DIGITAL ED 40-150mm 1:4.0-5.6 (Teleobjektiv)

Mit diesem Kit war ich im letzten Jahr im Urlaub unterwegs. Die Kamera in einer Umhängetasche. Mal war die Umhängetasche eine solche oder mal verschwand das Ganze im Rucksack, wo dann einiges an Stauraum verlustig ging.

Mit Schnappschüssen war dann schonmal nix. Denn erst musste der Rucksack runter, aufmachen, Kameratasche rausholen, Kamera raus, einschalten und vielleicht war das Motiv ja noch da oder auch nicht. Es war einfach unpraktisch, erst Recht bei Wind und Wetter. Auf Wanderungen die Tasche einfach nur umhängen ging auch nicht, weil sie störte oder sogar triefend nass werden konnte.

Zumal ich nur einen Akku hatte, der zu den ungünstigsten Zeitpunkten meinte, da ist kein Saft mehr drauf.

Es gibt Situationen da ist eine Spiegelreflexkamera einfach unpraktisch, unhandlich und ungeeignet.

Eine Kompakte musste her. Am besten mit Weitwinkelobjektiv, Möglichkeit für Videoaufnahmen und Panoramabilder. GPS-Tagging wäre auch nicht schlecht. Ich weiss zwar nach einem Jahr noch fast für alle Fotos wo in etwa sie entstanden sind, aber manchmal kann ich es nur auf 20km oder mehr eingrenzen. Ich muss mir die Fotos, die vorher und nachher entstanden sind sowie den Bericht des Tages durchlesen, um das Foto halbwegs genau einordnen zu können.

Korrekte Ortsangaben sind so kaum möglich. GPS-Tagging nimmt einen das ab. Die Kamera speichert die GPS-Koordinaten des Standpunktes und die kann man dann auf einer Karte auf den Meter genau wiederfinden. Bei GoogleEarth und GoogleMaps sieht man z.B. Flags, die solche Fotos kennzeichnen.

Eine Kompaktkamera passt locker in die Handtasche, nimmt nicht viel Platz im Rucksack weg und mit der richtigen Schutztasche kann man sie mit Klettverschluss an den Rucksackgurten, z.B. dem Bauchgurt, befestigen. Man hat beide Hände frei, die Kamera ist nicht im Weg, aber man hat sie schnell zur Hand.

Seit dem Kauf meiner letzten (und ersten) Kompakten vor gut 9 Jahren hat sich so einiges getan. Man hat die Qual die Wahl. Also heisst es erst Parameter setzen und die Auswahl eingrenzen, Test- und Erfahrungsberichte lesen und schliesslich die eigenen Hand entscheiden lassen. Was nützt ne tolle Kamera, wenn ich sie mit meinen Patschehändchen nicht bedienen kann?

Letztendlich wurde es die Sony DSC-HX5, noch zwei Ersatzakkus (no Name) dazu. Fertig war das Urlaubspaket.

Im Auto waren immer beide Kameras dabei. Aber sobald der Rucksack geschnürt wurde, kam nur die Sony mit. Bei trockenen Wetter am Bauchgurt, bei Regen in den Rucksack. Starkregen bzw. stundenlanger Regen war deren Täschen dann doch nicht gewachsen.

Blieb der Rucksack im Auto kamen beide Kameras mit nach draussen und auch zum Einsatz. Die Sony immer in der Vollautomatik (irgendwie bekomm ich da den Dreh nicht raus, wie ich was manuell einzustellen habe) und die Olympus im semimanuellen Modus (Weissabgleich öfters in der Automatik, der Fokus eigentlich immer). So hatte ich bei solche entstandenen Fotos den direkten Vergleich zwischen beiden Kameras.

Bei Landschaftsaufnahmen war der Weitwinkel der Sony von Vorteil, leider hat die so ihre Schwierigkeiten wenn es sehr hell war bzw. starke Kontraste am Himmel gab. Was leider in Schottland der Normalfall ist. Das sah ich allerdings erst bei der Auswertung der Fotos am Monitor. Ebenso das sie auch scheinbar Probleme mit dem Autofokus hat. Manche Landschaftsbilder wirken irgendwie unscharf.

Die Videos dagegen sind bildtechnisch der Hammer. Ist ja auch HD. Nur der Ton lässt zu wünschen übrig. Aber schliesslich ist es nur eine kleine Kompaktkamera und keine Filmkamera.

Die Olympus hat leider den kleineren Bildausschnitt, bei ihr konnte ich dafür schön mit Blende, Belichtungszeit und auch Weissabgleich spielen. Letzteres ist sehr wichtig wenn man versucht Sonnenuntergänge zu fotografieren. Sie macht einfach die schärferen Fotos.

Das Zwei-Kamera-Prinzip hat sich bewährt und war ne wirklich gute Idee.

Welche Kamera, welche Fotos gemacht hat und mit welchen Einstellungen, kann man in der Galerie sehen. In der Vorschau einfach auf die kleine Kamera unter dem Bild klicken und die Exif-Daten sind einsehbar.